COLD SPOTS IN ALLER WELT

Veröffentlicht von: am 30. September 2011

Klassische Ski-Destinationen.

Schladming, AUT
Das saubere Städtchen in der schönen Steiermark ist definitiv einer der Stars im Skizirkus, schon allein auf Grund der unweigerlich aufsteigenden Gänsehaut im Zuge des Nachtslaloms! Ein Wahnsinn! In Schladming, als nächste Station im Weltmeisterschaftsrhythmus, ist im Moment allerhand los. Die Infrastruktur im Ort wie am Berg wird auf Vordermann gebracht und das erprobte Organisationsteam tüftelt an den letzten, sicher wieder unschlagbaren Details der Weltmeisterschaft Anfang 2013. Hoffentlich spielt Frau Holle mit und schafft die Grundlage für perfekte Pisten und echtes Winterfeeling. Das Nachtleben ist top und am Herbergssektor ist für jeden und  jede Brieftasche was dabei – Schladming mit seiner berühmten Planai muss einfach für jeden Pistenflitzer mal drinnen sein.

Bad Kleinkirchheim, AUT
Vom Strohsack zum Aprés Ski und danach in die Wellnessoase – Bad Kleinkirchheim, dieses gemütliche Dörfchen in den Kärntner Nockbergen, bietet so einiges. Pioniere, wie unter anderem die Familie Ronacher, haben es verstanden aus einem kleinen Bergdorf eine Winterdestination erster Klasse im Alpenraum zu machen. Mit Franz Klammer hat der Ort auch ein berühmtes Aushängeschild. Wenngleich Kaiser Franz nicht aus Bad Kleinkirchheim ist, hat er wohl schon in jungen Jahren sich und seine Bretteln über Bad Kleinkirchheims Pisten gejagt. Mittlerweile ist sogar eine nach ihm benannt! So gemütlich das Dörfchen ist, es kann schon auch mal der Nockbär steppen, das Aprés Ski kann sich „erleben“ lassen. Das beschauliche Nachbardörfchen St. Oswald sorgt mit einem zusätzlichen Angebot an Pistenvergnügen dafür, dass sich die Massen gut verteilen und ungedrängter Pistengaudi da wie dort nichts im Wege steht.

Der Kärntner Ski- und Wohlfühlort startet mit einem skisportlichen Leckerbissen ins Jahr 2012: Im Rahmen des Audi FIS Ski World Cup bestreiten die schnellsten Skidamen der Welt am 7. Jänner ein Abfahrtsrennen und am 8. Jänner einen Super G. Die Rennstrecke „Kärnten-Franz Klammer“ gilt als ungemein selektiv. Sprünge, rasante Kurven und schnelle Gleitstücke garantieren spannende Wettkämpfe!

Chamonix, FR
Am Fuße oder besser auf halber Höhe des Mont Blanc liegt das Städtchen Chamonix mit seinen beinahe zehntausend Einwohnern. Ich kann aber aus eigener Erfahrung berichten, dass Chamonix urbanen Charakter hat und auch um einiges größer wirkt. Das liegt hauptsächlich daran, dass Chamonix von Skinomaden jedes Jahr fast überschwemmt wird und die Freeskiing Helden der Neuzeit – junge Freaks und Weltenbummler – sich die Klinke in die Hand geben. Chamonix ist sicher eines der hippsten Winterzentren in den Westalpen. Das nahe Genf ist auch eine Reise wert und den Mont Blanc mit seinen stattlichen 4810m sollte man zumindest von unten gesehen haben. Der Mont Blanc (oder Monte Biancho wie ihn die auf der anderen Seite hausenden Italiener nennen) thront nämlich mehr als beeindruckend über dem Städtchen Chamonix und auch seine Nachbarsgipfel sind nicht von schlechten Eltern! Seit100 Jahren schon gilt Chamonix als Top-Wintersportort und war sogar schon 1924 Austragungsgort der Olympischen Winterspiele.

Saas Fee, CH
Im Schweizer Kanton Wallis auf einem Hochplateau des Saastales befindet sich auf knapp 1800m ein beschauliches Wintersportparadies namens Saas Fee, wohl einer der ältesten Wintersportorte in den Alpen. Das die Region aber auch schon lange ein beliebtes Sommerziel ist, beweist die Eröffnung des ersten Hotels bereits 1881. Knapp 20 Jahre später wurden die ersten Eidgenossen auf Skiern gesichtet, ab da ging es Schlag auf Schlag. In Saas Fee hat man aber auch immer für eine sanfte Entwicklung des Tourismus gesorgt. Der Ortskern ist Autofrei, Mobilität darf bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich mit Elektromobilen betrieben werden. In Stoßzeiten gibt es aber dennoch immer wieder einen Stau, der ist aber zumindest Abgasfrei und leise. Mit weit über 100km Pisten und einer Bahn- und Liftinfrastruktur am neuesten Stand ist Saas Fee eine Perle in den Schweizer Alpen. Leider keine ganz billige, man könnte sogar sagen  Saas Fee ist eines der teuersten Pistenpflaster in Europa.

Cortina d‘Ampezzo, IT
James Bond war dort und die gesamte Haute Volée aus Mailand ist ständig hier. James wurde beinahe von einem Eishockeyspieler mit dessen Schuhwerk erstochen, seitdem weiß man, dass Cortina auch was für Eisprinzessinnen und –prinzen ist. Aber Cortina ist natürlich vor allem eines: mondän! Was den Österreichern Kitzbühel, den Schweizern St. Moritz und den Franzosen Chamonix, ist den Italienern eben Cortina. Das geht sogar soweit, dass mittlerweile Cortina d`Ampezzo nicht mehr den Ampezzani (das sind die Bewohner Cortina d`Ampezzos) gehört, sondern längst von alt- und neureichen „Milanesi“ aufgekauft wurde. Nichtsdestotrotz hat sich Cortina einiges vom speziellen James Bond Flair erhalten. Pistenkilometer sind zur Genüge vorhanden und es ist auch relativ schneesicher. Es zahlt sich also aus, zum Skifahren auch mal gen Süden zu pilgern!

Klíny, CZE
Eine große europäische Zeitung hat Kliny als billigstes Winterörtchen Europas entdeckt. Im tschechischen Erzgebirge angesiedelt finden sich ein, zwei Hütten um seinen von den anstrengenden Schwüngen geschundenen Körper zur Ruhe zu betten, eine Aprés-Ski Bar und einige Pistenkilometer. Karel Gott verfolgt einen angeblich bei jedem Schwung, die Beschallung soll selbst auf den Pisten einwandfrei funktionieren. Man kann durchaus sagen, dass Kliny auch für einen die Alpen gewohnten Pistenflitzer ein Geheimtipp ist, inklusive Aprés Ski und was halt so dazugehört.

Sochi, RUS
Sochi, die mit 145km längste Stadt Europas, hat den Kopf im Schnee und die Füße im Meer! Das heißt soviel wie dass man im Stadtgebiet Ski fahren, aber auch im Meer pritscheln kann – einzigartig! In kaum 20 Minuten schafft man es mit dem Auto vom Stadtstrand Sochis auf die Piste. Allerdings muss man ehrlich sein: Wenn in Krasnaya Polyana (Sochis Skizentrum) der Schnee meterhoch liegt, ist das neoprenanzugfreie Schwimmen unten im Schwarzen Meer nicht ganz zu empfehlen, das Wasser ist dann doch etwas zu kalt.

Auf jeden Fall ist Sochi und vor allem das Alpinzentrum Krasnaya Polyana im Moment voll von Baustellen. Es werden Bettenburgen, Seilbahnen und sonstige Infrastrukturen, die für die Spiele notwendig sind oder auch nicht, aus dem Boden gestampft. Ich denke, die Spiele werden ein Fest und man wird spätestens dann auch den Kaukasus als Wintersportgebirge entdecken. Zumindest eine Runde Heliskiing, ein Bruchteil so teuer wie in Kanada, ist zwingend vor den Spielen schon zu empfehlen.

Aspen, USA
Der wohl berühmteste Skiort nach den Traumdestinationen in den Alpen liegt im US-Bundesstaat Colorado im Herzen der Rocky Mountains: Aspen. In Steinwurfweite findet man dann auch noch die dem begeisterten Weltcupzirkusfan sehr bekannten Örtchen Vail, Beaver Creek oder auch Telluride. Die noble Winterresidenz vieler Hollywoodgrößen und Wallstreetkapazunder ist aber keinesfalls ein überteuerter Beverly Hills-Winter-Klon, sondern vielmehr ein gemütliches und für amerikanische Verhältnisse fast historisch gewachsenes Bergbaustädtchen. Bars, Kneipen, Restaurants und Unterkünfte für Normalsterbliche gibt es genug. Die Liftkarten und die Anreise bedürfen aber eher einem größeren Urlaubssparschwein. Die Pisten und Tiefschneehänge rund um Aspen suchen ihresgleichen. Ein begeisterter Schifahrer, der die Alpenhänge gewöhnt ist, sollte unbedingt zumindest einmal in seiner Stemmschwungkarriere den berühmten „Champagnepowder“ durchpflügt haben.

Das mittlerweile seit 1949 stattfindende Aspen Music Festival macht auch einen Besuch im Sommer interessant und wer weiß, den einen oder anderen Hollywoodstar hat bisher noch jeder Aspenbesucher am Nachbartisch seine Magherita schlürfen sehen.

Pyeongchang, KOR
Ein weiterer neuer Stern am globalen Wintersporthimmel scheint zweifelsohne der südkoreanische Hotspot Pyeongchang zu werden. Im Jahre 2018 werden hier die Olympischen Spiele ausgetragen, bisweilen gab es schon Zwischenstopps des Skizirkuses. Die Vergabe der Spiele war sicher auch eine kleine Überraschung, da die Südkoreaner zum Beispiel München ausgestochen haben. Auf jeden Fall hat das „St. Anton Asiens“ einiges zu bieten. Neben Nachtskilauf, Loipen und Eislaufmöglichkeiten sollen auch Aprés-Ski und das Dolce Vita nicht zu kurz kommen. Pyeongchang ist zwar schon etwas künstlich in die Landschaft gesetzt, trotzdem aber recht gemütlich, wie Entdecker und Reisende aus Europa berichten. Schnee ist auf alle Fälle ausreichend vorhanden und es steht einem exotischen Ski-Besuch eigentlich nichts im Wege … außer die relativ lange und auch nicht ganz billige Anreise, vor allem wenn man sein ganzes Skiequipment mit im Gepäck hat.

Externe Links:
www.schladming-dachstein.at
www.badkleinkirchheim.at
www.chamonix.com
www.saas-fee.ch
www.cortina.dolomiti.org
www.kliny.cz
www.sochi2014.com
www.aspensnowmass.com
www.pyeongchang2018.org