Wer auf die Überholspur will,

Veröffentlicht von: am 29. September 2010

muss die Normalspur verlassen!

Seinem Mantra ist Uwe Hochenwarter treu, hat er die Normalspur doch schon lange verlassen. Der 23-jährige Gailtaler zählt zu Österreichs Nachwuchshoffnungen im Mountainbike-Sport. In Kärnten zählt er bereits zur Spitze und gilt als Nummer Eins, doch seine Karriere beginnt gerade erst so richtig.

Anfänge
Aus einer Familie ohne sportlichen Background stammend, ist er 2002 mit 15 Jahren seinem Namensvetter – nicht verwandt – Sigi Hochenwarter aufgefallen. „Ich habe zum Spass bei diesem Rennen mitgemacht und wurde auf Anhieb Zweiter,“ so der sympathische Kärntner. Als er kurz darauf in der Villacher Alpenarena wieder mit einem zweiten Platz finishte, stellten sich die Weichen. In einem Alter, in dem oft andere Prioritäten gelten, entschied sich Uwe für den Sport, und Sigi Hochenwarter, selbst Cross Country Vizeweltmeister, nahm ihn unter seine Fittiche. Uwe beendete nebenher seine Tischler-Lehre, 2009 folgte noch die Studienberechtigungsprüfung. Dass sich das Privatleben hinten anstellen muss, nimmt Uwe in Kauf. Für die vielen Entbehrungen, die der Sport  mit sich bringt,  wird er durch die Erfolge entschädigt.

Erfolge
2005 gewann Uwe den Europacup in der Herrenklasse U23, 2009 folgte seine bisher erfolgreichste Saison. In diesem ersten Jahr in der Eliteklasse wurde er in der österreichischen Meisterschaft Vierter. Außerdem konnte er ein Drittel aller 24 absolvierten Rennen  für sich entscheiden. Persönlich war für ihn der Sieg des Kosiak-Löwen am bedeutsamsten. Hier hat die offizielle Ablöse stattgefunden, als er seinen Trainer Sigi Hochenwarter geschlagen hat. Seit 2010 ist Uwe Vollprofi und Teil von Österreichs erstem Mountainbike-Team „Muskelkater Genesis“. „Ein Team bringt bei einem Ego-Sport wie Mountainbiken einfach extreme Vorteile. Es war höchste Zeit, dass eines aufgebaut wurde“, so Uwe, dessen Training mittlerweile auf 25 bis 30 Stunden pro Woche angelegt ist. Nach Trainingslagern im Süden während der kalten Jahreszeit wird auch viel Zeit am Rad in Kärnten absolviert. Das Nassfeld vor der Haustüre und mit den optimalen Bedingungen, die in der Karnischen Region vorherrschen, wird er von Kollegen oft beneidet.

Ziele
Die Ziele der kommenden Saison sind hoch angesetzt. Es wird der gesamte Weltcup gefahren, außerdem noch einige Klassenrennen, um Weltranglistenpunkte zu sammeln und sich für die EM zu qualifizieren. Neben der Quali will Uwe auch die österreichische Meisterschaft mit einem Top3-Ergebnis beenden. Für seine Erfolge macht er in erster Linie seinen Trainer Erich Egger verantwortlich, mit dem ihn eine enge Freundschaft verbindet. Aber auch in der Familie findet er starken Rückhalt. Das Angenehme dabei: Der Sport bleibt meist draußen und er kann somit so richtig abschalten. „Alle freu’n sich, wenn’s gut geht. Aber keiner sempert, wenn’s einmal schlecht läuft.“ Viele Gründe zum „Sempern“ liefert der bescheidene Mountainbike-Profi ohnehin nicht, also gibt es auch hier keinen Anlass zur Sorge.

Name: Uwe Hochenwarter
Geboren: 24.11.1986
Beheimatet: Kirchbach/Kärnten
Gelernt:Tischler
Erworben: Studienberechtigung
Attribute: Ehrgeiz und Konsequenz
Trainingsaufwand:15 bis 20 h/Woche
Aktiv MTB seit: 2002
MTB-Profi seit:2010

Erfolge (Auszug):
2006: 1. Platz (2. Elite) Cross-Country Alpe Aria Cup, Bohinj (SLO)
2007: 2. Platz Austria Cup Gesamtwertung in der Kat. Herren Elite/U23
2008: 1. Platz XC Cl.1 Alanya (Türkei)
2009: 1.Platz KOSIAK LÖWE
2009: 1.Platz Cl.1 Marathon Parenzana (CRO)
2009: 1.Platz XC Austria Cup St.Stefan

Externe Links:
www.uwehochenwarter.com