Kunstkrug 2010

Veröffentlicht von: am 29. September 2010

Wieder war das Glück mit den Tapferen – wie schon bei der letzten Kunstkrugpräsentation 2008. Auch heuer setzten die Sommergewitter gerade lange genug aus, um eine stimmungsvolle Openair-Vorstellung des neuesten Kunstkruges zu ermöglichen. Dieser wurde heuer von dem international rennommierten Kärntner Künstler Valentin Oman gestaltet. Sechs schlanke abstrahierte Gestalten, wie sie in Valentin Omans Werk immer wiederkehren, zieren den Krug. Der Künstler hat sie verschiedenen Arbeiten seines Oeuvres entnommen und für den Druck auf dem Kunstkrug zusammengestellt. Zwei der Figuren sind in Blau gehalten, ihre Oberfläche erscheint nahezu kubistisch strukturiert. Die anderen vier Figuren zeigen sich dem Betrachter mit vorwiegend roter Farbe übergossen. Umrahmt werden die ikonenhaften Gestalten von den Schriftzügen “Beljak-Villacco-Villach-Kunst-Krug” und weiteren zweisprachig gehaltenen Kärntner Ortsnamen, wie Oman sie schon in dem Werk “Zweisprachiges Kärnten” (Dolmetschkabinen an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, 2002) verwendet hat. Durch die Betonung der Zweisprachigkeit Kärntens und des dreisprachigen Alpe-Adria-Raumes wird – wie schon bei den Kunstkrügen von Richard Kaplenig und Hans Staudacher – die überregionale Bedeutung des Villacher Kirchtags unterstrichen.


Der Kunstkrug 2010 wurde auf dem Drauschiff enthüllt. Bürgermeister Helmut Manzenreiter, Vizebürgermeister Richard Pfeiler und Heinz Derler von Pleamle würdigten den in seiner kräftigen, blau dominierten Farbgebung sommerlich anmutenden Krug am Oberdeck des Schiffes vor geladenen Gästen. Auf die Flussfahrt folgte ein Beisammensein im “Hafen” des Drauschiffs, wo sich die “Kunstkrügler” mit Villacher Bier – speziell abgefüllt in blaue Kunstkrug-Flaschen – und einem Buffett vom Congress Hotel Holiday Inn erfrischen konnten. Valentin Oman signierte gut gelaunt seine Werke, die reißenden Absatz fanden. Vom Dobratsch her leuchtete das Abendrot –  vor dem nächsten Regenguss. Der Villacher Hausberg war vom ebenfalls anwesenden Richard Kaplenig auf dem ersten Kunstkrug im Jahr 2003 verewigt worden.
Jeder Kunstkrug ist ein eigenständiges Kunstwerk und doch sind sie alle im gemeinsamen Kontext verbunden – seit inzwischen sieben Jahren.