Eisklettern im Hotel

Veröffentlicht von: am 30. September 2010

Von Glücksfällen und dem Holzleo.

Ein Glücksfall – das ist für viele ein Lottogewinn, für manche die ersten Schwünge im Neuschnee bei Sonnenschein und für andere ein Gipfelsieg auf zwei Rädern. Für Anton Hörl, Hotelier aus Leogang, ist es Wasser. Genauer gesagt, ein Wasserfall. Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Wasserfall an der Westfront seines neuen Hoteltraktes, dem Holzleo. Dieser realisierte Traum ist sein ganz persönlicher Glücksfall, denn seine Idee bescherte dem Generalplaner Alfred Waltl schlaflose Nächte. Geglaubt haben nur wenige an die Realisierung des Projekts, der Bauherr jedoch war davon überzeugt und seiner Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass nun über die gesamte Breite sowie Höhe der westlichen Hotelfront ein wahrer Glücksfall aus Wasser entstand.
Doch die wirklich genialen und atemberaubenden Dinge schafft die Natur, so auch in Anton Hörl persönlichem „Glücks“-Fall. Gevatter Frost verwandelt nach einigen rauen, bitterkalten Nächten das Wasser in Eis und somit entsteht ein 15m hoher und 8m breiter gigantischer Eisfall.

So spektakulär wie die Idee, Umsetzung und Realisierung, war wohl auch die Erstbesteigung des Glücksfalls am Salzburger Hof. Kein geringerer als der Extremsportler und Mount Everest Bezwinger Wolfgang Fasching weihte den eisigen Riesen am 6. März 2010 ein. Spektakulär, da Anfang März unerwartet Tauwetter einsetzte, und somit bangten Anton Hörl und sein Team bis zur letzten Minute, demneuen Wahrzeichen des Salzburger Hofs ein angemessenes und herzliches Willkommen bereiten zu können.
Mit dem neuerbauten und im Dezember 2009 eröffneten Holzleo gelang es, das Hotel nicht nur einfach zu erweitern, man erschuf ein architektonisches Highlight aus Design und Kunst, ohne Allüren und zuviel Schnickschnack. Der jungen Leoganger Kunst-Designerin Nicole Waltl Piffer gelang es, Tradition und regionales Brauchtum auf moderne Art zu interpretieren und so finden sich zum Beispiel uralte traditionelle Zierelemente der Region, Schrotköpfe genannt, im ganzen Haus wieder. Früher malten die Bauern die 5 Zeichen zum Schutz von Haus, Hof und Vieh an die Wänden. Nun, auf neue Art wiedererweckt, sind sie im gesamten Salzburger Hof zu entdecken.
Aufmerksame und offene Augen entdecken im Salzburger Hof zudem eine außergewöhnlich liebevolle Handschrift. Weiblich muss sie sein, denn die konsequente Detailverliebtheit zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Hotel. Verantwortlich für die stets passende und stilvolle Dekoration ist die wahre Perle des Hauses, die Gastgeberin Annemarie Hörl.

Auf Grund der optimalen Lage des Salzburger Hofs kommen besonders aktive Genießer auf ihre Kosten. Direkt an der Asitzbahn  gelegen und somit idealer Ausgangspunkt für herrliches Skivergnügen im Winter ist er im Sommer Heimat des renommierten Bikeparks Leogang.
Nach den vielseitigen, sportlichen Aktivitäten die die Region zu bieten hat, werden den geschundenen Knochen und müden Muskeln ganz oben „Im Fünften“, in der neuen atemberaubenden Wellness-Relaxzone mit einmaligem Panoramablick hoch über Leogang, ganz schnell wieder die Lebensgeister eingehaucht. Die Küche tut ihr Übriges um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Das erfrischend junge Team schafft es auf charmante, jedoch unaufdringlich lockere Art und Weise, den Gästen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Noch einige interessante Details zum Bau des Holzleos erfahren wir von Gastgeber Anton Hörl in einem kurzen Interview.

Herr Hörl wie kommt man auf die Idee, einen holzverkleideten Zubau mit eigenem Wasserfall zu bauen?
„Naja, als wir den Entschluss unser Hotel zu erweitern fassten, war die Idee einen Wasserfall anzulegen noch in weiter Ferne. Meine Vorgabe an die Architekten und Planer war es, einen Zubau aus viel Holz, ein wenig Glas und kaum Stein zu entwerfen. Die ersten Entwürfe waren allesamt schrecklich und unbrauchbar. Mühevolle Ideenspinnerei, ja manchmal sogar Blödelei brachte uns gemeinsam zu einem Ergebnis, das anfangs viel Verwunderung und Kopfschütteln auslöste. Die Idee einen Wasserfall zu schaffen, entstand ähnlich. Wir wussten, dass die Westfront des Hauses die ausgesetzte Wetterseite ist. Es sollte also Regen, Wind und Schnee standhalten und nicht ständig renovierungsbedürftig sein. „Solls Wasser doch gleich runter rinnen!“ dachte ich mir. So entstand unser Glücksfall.“

War es dann mit der Umsetzung auch so einfach?
„Eigentlich schon! Ich musste nur alle Techniker und Planer von dem Projekt abziehen, dann war plötzlich auch die Umsetzung kein Problem mehr“, lacht er.
„Manchmal sind innovative Projekt schwierig zu begreifen, zumindestens für manche. In der ersten Bauphase des Holzleos hielten mich die Arbeiter allesamt für verrückt. Es war mir aber sehr wichtig, dass alle an einem Strang ziehen. Wir haben uns dann zusammengesetzt und ich habe versucht zu erklären, was mir da vorschwebt! Plötzlich hat es geklappt und alle waren mit viel Enthusiasmus dabei! Gerade die Holzverkleidung des Holzleos war ein enormer Arbeitsaufwand. Das alte Fichtenholz, das wir aus Oberösterreich zusammengetragen haben, musste wochenlang nachbearbeitet werden. 150 Festmeter stecken in der Fassade. Es wurde gebrannt, gewaschen und gebürstet, somit erhielt sie eine außergewöhnlich beständige Struktur. Das Holz muss nie mehr nachbehandelt oder besonders gepflegt werden.“

Dürfen wir zum Schluss noch erfahren, was ihr persönlicher Glücksfall ist?
„Was ist Glück? Gesundheit und Familie, beides sollte man nie als selbstverständlich hinnehmen. Das Leben an und für sich ist Glück, eines das nicht steuerbar ist. Na und natürlich der Holzleo, denn so etwas (er)schafft man nur einmal im Leben!“

SALZBURGER HOF
A-5771 Leogang / Sonnberg 170
Direkt an der Asitzbahn
http://www.glücksfall.at/
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