Der Golfplatz in Velden Köstenberg

Veröffentlicht von: am 1. September 2010

und wie die Natur ihn erschaffen hat.

Der Golfclub Velden – Köstenberg ist von der Anreise bis zum Verlassen eine Besonderheit. Wie der Name KöstenBERG schon verrät, thront der Kurs auf etwa 700 m Seehöhe, direkt über dem Wörthersee. Schon bei der Anfahrt ahnt der Golfer wohin er fährt, und beim ersten Blick auf die Anlage weiß er, wo er ist – mitten in der Natur, dem wahren Architekten dieser Anlage. Hier hat nicht der Mensch die Umwelt gebogen, sondern die Natur hat bereitwillig ihre Hügel, Wälder, Wiesen und Gewässer den Erbauern des Golfplatzes zur Verfügung gestellt. Treuhändisch versteht sich, und die Greenkeeper wissen mit dieser Verantwortung sehr gut umzugehen. Sie halten sich an die Regeln und die Natur lässt sie gewähren. Nirgendwo sonst darf man Greens, Fairways und Bunker erleben, die mit einer solchen Perfektion gepflegt werden wie hier am Köstenberg. Bei aller natürlichen Schönheit gilt es aber eines zu beachten: Mit seinem Putter sollte man unbedingt per DU sein, wenn man hier gut “über die Runden” kommen möchte.

Bereits am ersten Loch erkennt der Golfer, dass der Platz nicht nur schön,  sondern auch anspruchsvoll ist. Der Teich auf der Eins hat schon so manchen Golfer in sein Bag greifen lassen. Mit der Fünf wartet gleich nach dem Start das schwerste, aber gleichzeitig eines der schönsten Löcher am Platz. Das lange, verwinkelte Paar 5 ist herrlich zu gehen, man erlebt hier die ganze Weite des Golfplatzes. Ganz klar, die Landschaft ist und bleibt der größte Trumpf in diesem Spiel. Für die Frühgolfer bietet sich dann auf der Sechs die große Chance, dass einem Hirsch, Dachs oder sonstige Waldbewohner ein paar Meter begleiten. Ein Erlebnis der besonderen Art.
Mutige Golfer stellen sich dann an der Neun auf den Masterabschlag ganz hinten und genießen das Fairway aus dem Blickwinkel eines Profigolfers. Sehr beeindruckend, wie weit einem das Loch von hier aus vorkommt. Es wird empfohlen eher die linke Seite des Fairways anzupeilen, da das Loch leicht nach rechts hängt. Die Halfwaystation befindet sich dann genau am Abschlag der Zehn, einem der schönsten Löcher Europas. 95 Meter Höhenunterschied, ein romantischer Teich vor dem Grün und ein atemberaubender Blick auf die Karawanken vermitteln ein grenzenloses Gefühl von Freiheit und  Unbesiegbarkeit. Ein Gefühl, das man aber auf den Löchern Zehn bis Zwölf, von den Einheimischen respektvoll “Devils Corner” genannt, schnell wieder verlieren kann. Die Elf, ein langes, steil aufwärtsgehendes Paar 4, mit großem Biotop zu Beginn, endet auf einem besonders anspruchsvollem Green. Ein ebenfalls sehr langes, aber schnurgerades Paar 4 ist dann die Zwölf, die vor allem auf der rechten Seite ihre Tücken hat. Einmal aus der Richtung, ist ein Schlagverlust vorprogrammiert. Nach überstandenem “Devils Corner” geht es dann wieder etwas ruhiger weiter. Die Dreizehn, ein kurzes Paar 3, und die Vierzehn, ein kurzes Paar 5, lassen das Golfen wieder zum Genuss werden. Leicht zu gehen, leicht zu spielen – Richtung vorausgesetzt. Ein Schluck Wasser am Brunnen, ein paar Schritte und schon befindet man sich auf dem jüngsten Loch am Platz, auf der Sechzehn. Mit einem Querwasser in der Landezone, gerade für Longhitter äußerst undankbar, auch bei schönen Schlägen. Trotzdem, oder gerade deswegen, ein sehr gut gelungenes Loch und die Vorhut zum wohl schönsten Loch am Platz. Die Siebzehn, ein langes leicht welliges Paar 5, mit einem besonders schönen Fairway und einem wunderbaren Ausblick. Vor allem in der Früh und gegen Abend strahlt dieses Loch eine ungemeine Weite und Ruhe aus. Eine Ruhe, die man dann auf der Achtzehn, einem schwierigen Paar 3, auch braucht. Hier geht es direkt über ein Biotop, das schon so manchen Ball verschlungen hat.

Zum Abschluss lädt dann das Neunzehnte Loch zum Verweilen ein. Das nette Golfrestaurant „Birdie“ ist hervorragend geführt und hat alles im Sortiment, was das ermüdete Golferherz begehrt.
Nach dem mehr als verdienten Schluck, der warmen Dusche und dem letzten wehmütigen Blick auf das Puttinggreen direkt vor dem Clubhaus geht ein unvergesslicher Golftag mit der Gewissheit zu Ende – man ist als Gast gekommen und geht als Freund.

Bis zum nächsten Mal.