In Pleamle vor den Traualtar

Veröffentlicht von: am 31. August 2010

Trachtenhochzeit neu interpretiert

Der Wonnemonat Mai, tiefblauer Himmel und strahlender Sonnenschein dazu eine zauberhafte Braut, ein adretter Bräutigam, eine glückliche Familie, viele Freunde sowie der malerische Ort Arriach – das waren die Elemente für die erste Traumhochzeit im “Pleamle”-Design.  Schon am Vormittag wurde die standesamtliche Trauung im kleinen Kreis abgehalten. An der familiären Zeremonie nahmen nur die Trauzeugen, die Eltern der Brautleute und natürlich das Brautpaar und deren zwei Söhne teil. Im Anschluss diente die idyllische Almenlandschaft der Nockberge als Hintergrund für einen außergewöhnlichen Fototermin. Das traumhafte Wetter, sowie das schmucke Brautpaar, festlich gekleidet in feinstem “Pleamle”-Zwirn, rundeten die pittoreske Szenerie entsprechend ab.  Um die Mittagszeit verließ der Bräutigam das beschauliche Arriach in Richtung Tale, um in seinem Elternhaus in der Unteren Fellach die ersten Gäste in Empfang zu nehmen. Gemeinsam ging es dann wieder retour auf 911m Seehöhe wo im Heime der Braut bereits die Agape wartete. Bei leckeren Häppchen und erfrischenden Getränken kamen die 130 Gäste schnell in Hochzeitsstimmung.

Bald drängten aber die ersten Gäste zum Aufbruch in die nahe gelegene Kirche. Konnten sie es nicht mehr erwarten das “Pleamle”-Brautpaar vor dem Traualtar zu sehen? Oder ahnten sie bereits, dass der Weg zum Gotteshaus kein direkter sein würde? Wie in Kärnten üblich mussten auch unsere “Pleamle”-Brautleute erst eine Maut passieren, ehe sie sich auch vor Gott das Ja-Wort geben konnten.
Freunde des Paares ließen den gemeinsamen Weg des Hochzeitpaares in komödiantischer Art und Weise Revue passieren. Nachdem das “Pleamle”-Brautpaar die belustigenden Aufgaben der Maut erfolgreich meisterte stand dem Gang in die Kirche nichts mehr im Wege.  Vom Pfarrer sehr persönlich und äußerst stimmungsvoll zelebriert und von der Sängerrrunde Fellach/Oberdörfer musikalisch umrahmt, gestaltete sich der Gottesdienst überaus feierlich. In einem Regen aus wohlriechenden Blumen und durch ein Spalier von Eishockeyschlägern verließen die frisch Vermählten schließlich die Kirche.
Ein Gruppenfoto der fidelen Hochzeitgesellschaft war auch schnell im Kasten und in einem schier endlosen Autokorso hupten sich die Gäste den Weg zur Stiftsschmiede nach Ossiach frei.

In überwältigendem Ambiente auf der Terrasse am See wurde der Aperitif genossen und noch bevor die Abendsonne hinter der Gerlitze verschwand, verwöhnte der Küchenchef die Hochzeitsgäste mit lukulischen Feinheiten vom Buffet.
Nach dem festlichen Mahl eröffnete dann das “Pleamle”-Brautpaar mit einem Walzer die Tanzfläche, die sich alsbald füllte. In einem unachtsamen Moment der Trauzeugin gelang es später die Braut zu entführen. Es dauerte allerdings nicht lange bis der Beistand die Abgängigen ausfindig machen konnte und die Braut mit erheiternden Gstanzln auslöste.

Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert, getanzt und gelacht und als die letzten Gäste heimwärts zogen, tanzten bereits die ersten Sonnenstrahlen auf den Wellen des Ossiacher Sees.