Pleamle-Story

Veröffentlicht von: am 31. August 2010

2004 – Von ersten Schritten, Schreibweisen und einem „gröberen Griss“

Darf ich mich vorstellen: „Pleamle“ ist mein Name und dank meiner geistreichen Erfinder gibt es mich nun beinahe seit fünf Jahren. Anfänglich gab es sehr viele Überlegungen darüber wie ich einmal aussehen sollte. Das erste Muster warf noch zahlreiche Fragen auf, doch meine Erfinder hielten immer zu mir und einigten sich schließlich darauf, mich mit dem klingenden Namen „Pleamle“ in die Welt zu setzen. „Pleamle“ bedeutet Blume oder Blümchen und ist einfach die phonologische Schreibweise im Kärntnerischen. Zugegeben: in diesem Fall tun sich die Kärntner relativ schwer mit der Aussprache des weichen „B“.
Zum Villacher Kirchtag war es dann soweit! Ich durfte zum ersten Mal ins Rampenlicht des Verkaufsstandes. Es gab mich für Weiblein und Männlein, jeweils in einer schwarzen Ausführung. Ich gab mir zwar sehr viel Mühe um den Leuten zu gefallen, doch was dann passierte hat nicht nur mich überrascht: Anscheinend bekamen die Villacher sehr schnell Wind von mir. Der Duft der vielen Blümchen, die mich zieren hat es ihnen wohl verraten. Der Verkaufsstand wurde regelrecht gestürmt, die Menschen standen Schlange und es tat sich ein „gröberes Griss“ um meine Wenigkeit auf.

Am Ende der Kirchtagswoche blieb gar nichts mehr von meinen Geschwistern und mir übrig. Sogar vorbestellen wollten mich die Villacher und wahrscheinlich auch ein paar Rosentaler und Gailtaler. So wurde nicht nur ich, sondern auch Ideen rund um meine zukünftige „Pleamle“-Familie, weitergesponnen.

2005 – Von Reisen, Schops und einem kleinen Schwesterlein

Im darauf folgenden Jahr drängten meine „Eltern“ auf die ersten Aufnahmen für unser Familienalbum. Foto-Shooting nannten das die Profis. Anstrengend war es schon, aber auch lustig und die Fotos: eine Wucht!

Wenig später durfte ich endlich das erste Mal verreisen. Mit jugendlichem Übermut mischte ich gleich die Trachten- und Country-Messe in Salzburg gehörig auf. „So klein und gar nur ein schwarzes Polo?“ – „Ja, genau das bin ich!“ – Hinter vorgehaltener Hand wurde jedenfalls ziemlich viel über mich getuschelt und die Händler waren sichtlich überrascht. Ein Polo aus Kärnten erobert die Welt!  – Naja, ein bisschen übertreiben wird man in Phasen des jugendlichen Leichtsinns wohl noch dürfen.

Zurück in Villach bekam ich dann meinen eigenen Shop. Eigentlich das ideale Geschäft, denn auch der Verkaufsladen ist Teil der grundlegenden „Pleamle“-Philosophie. Die Gratwanderung zwischen Tracht und modernem Lifestyle war im Shop von Anfang an spürbar und das Wagnis, Volkskultur aus dem Alpenraum mit mondänen Kleidungsstücken zu kombinieren hat sich bezahlt gemacht.
Obendrein vermehrte sich die „Pleamle“-Familie und ein kleines Schwesterlein erblickte das Licht der Welt – ganz in weiß!
Die Freude war riesig, denn die ganze Aufmerksamkeit für Einen alleine kann zeitweise schon ein wenig anstrengend sein. Der neue Spross der „Pleamle“-Familie erlebte seine Taufe bei der Fête Blanche und sorgte von Beginn an für große Aufregung. Soviel schwarz auf weiß – oder umgekehrt?  Die Kleine hatte es jedenfalls faustdick hinter den Ohren und ihr bestimmtes Auftreten führte auch gleich zu einem regelrechten Kirchtagsschock.

2006 – Von Babyboom, Frühlings-wiesen und Mutter Natur

Im darauf folgenden Frühjahr ging der Babyboom in unserer Familie munter weiter. In den Farben einer blühenden Frühlingswiese sprießten meine neuen Geschwister in rosa, hellblau, hellgelb, grün und blau aus dem fruchtbaren „Pleamle“-Boden. Unsere „Pleamle“-Familie war buchstäblich aufge“p“lüht

Ganz im Zeichen von Mutter Natur stand unsere Sippschaft dann zum folgenden Villacher Kirchtag. Zurück zu den Wurzeln, völlig ungefärbt aber alles andere als farblos präsentierte sich unser neuer männlicher Nachkomme: Das „Pleamle-Natur-Polo“ – ganz einfach, nur im schlichten Naturton der Baumwolle. Und wer könnte als Werbeträger besser dazu passen als der bärtige Opa Hans Maier „Pflück dir dein Pleamle“ war auf dem Kirchtagsplakat zu lesen – und es wurde heftig gepflückt, gebrockt und geklaubt.

Ab diesem Zeitpunkt konnte das „Pleamle“ dann auch in ausgewählten Geschäften in ganz Österreich, Deutschland und Italien gepflückt werden.

2007 – Von gewissem Chic, Hadn und fahrbaren Untersätzen

Eleganz und einen gewissen Chic brachte im darauf folgenden Frühling meine bildhübsche kleine Schwester in die Familie. Um einen traditionellen Stil in der Trachtenmode zu huldigen statteten sie meine „Eltern“ mit kleinen Puffärmeln aus. Von Beginn an flogen ihr die Blicke der Männer zu, aber auch die Herzen der Damenwelt eroberte sie mit mädchenhaft-verspielter Leichtigkeit. Das Puffärmel-“Pleamle“ war auch gleichzeitig der erste Spross der neuen Prototyp-Kollektion. Hierbei soll die Inspiration des traditionellen Themas in die Kleidungsstücke einfließen.


Gedankenanstoß für den zweiten Prototypen war der Hadn (im Hochdeutschen Buchweizen). Ein uraltes, in Kärnten verwurzeltes Produkt, das mancherorts schon in Vergessenheit geraten ist. Der Versuch über Kleidungsstücke eine neue Identität zu schaffen ohne dabei die Herkunft zu verleugnen ist meinen „Eltern“ mit dem Hadn-Polo eindrucksvoll gelungen.

Nun aber genug über Prototypen und wieder zurück zu mir. Die Zeit war jetzt endlich reif für meinen ersten fahrbaren Untersatz. Etwas passenderes als den VW „Pleamle“-Polo konnte ich da wohl nicht auftreiben. Um Österreich ein wenig besser kennen zu lernen begleitete ich in diesem Jahr gleich die Österreich Radrundfahrt. Das brachte etwas blumige Abwechslung in die Strampelei der Rennradler.

Als ich dann den Pleamle-Polo beim Villacher Kirchtag vorschriftsmäßig einparkte, jauchzten plötzlich die Medien vor Entzückung und berichteten, dass am Kirchtag nun sogar die Autos in Tracht antanzen. Dass die Medien auch immer so laut jauchzen müssen!

2008 – Von sportlichen Leibln, großen Sandkisten und neuen Verwandten

Heuer bekam die „Pleamle“-Familie schon wieder Zuwachs. Das „Pleamle-Polo-Leibl“, eine moderne Ableitung der Kärntner Weste war unser neuester Liebling. Getragen wird das „Leibl“ über einem „Pleamle“-Shirt mit roten Ziernähten. Diese Kombination stellt dann eine sportliche, lockere Variante der eigentlichen Hemd-Weste-Kombination dar.
Ach ja, die 12 Knöpfe, die für die 12 Kärntner Täler stehen sind auch noch drauf.
Bei soviel sportlicher Lockerheit und Eleganz fügte sich das Beachvolleyball-Turnier in Klagenfurt gerade richtig in meinen Terminkalender ein. Ideales summer-feeling versprühte dabei meine neue Pleamle-Vespa. Mit dem Wind in den Haaren und den Blumen auf der Haut ging es ab in die große Klagenfurter Sandkiste. Abgegangen ist es dann dort im wahrsten Sinn des Wortes.

Überaus sportlich entwickelte sich auch der Rest dieses Sommers: Bei der Ackern-Modeschau traf ich erstmals meine sportlichen Tanten und Onkels vulgo „Kärntner Trainer Anzug“ sowie Cousine „Badeanzug“ und Cousin „Badehose“.
Ich habe sie gleich eingeladen, mich mit der gesamten „Pleamle“-Familie bei unserer Reise im Oktober nach New York zu begleiten. Sie haben alle sofort zugesagt!

 

Tipp: Die „Pleamle-Familie“ ist online unter www.pleamle-shop.com oder mit ausgewählten Teilen auch unter www.alpenrepublik.com erhältlich.